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Projektbereich digitaler Support

Datum:
1. Apr. 2026
Von:
Tobias Jacobs

Schlaglichter aus den Einrichtungen

Der digitale Support bildet einen wesentlichen Bestandteil des NRW-geförderten Digitalisierungsprojekts. Er bietet den Einrichtungen die Möglichkeit, eine auf ihre spezifischen Anforderungen zugeschnittene Beratung oder Schulung zu erhalten und sie damit gezielt in ihrem digitalen Entwicklungsprozess zu unterstützen.

Der digitale Support ist ein stetiger Teil des Digitalisierungsprojektes und ein großer Erfolg bei der Weiterentwicklung der Digitalisierung in den Einrichtungen. Drei Schlaglichter aus dem aktuellen Digitalisierungsprojekt „Neue Horizonte in der Weiterbildung: Digitale Entwicklungen sinnvoll nutzen“ veranschaulichen diese Arbeit.

1. SCHLAGLICHT: EFFIZIENT ARBEITEN IM DIGITALEN ALLTAG

Die Veranstaltung zeigte den Mitarbeitenden einer Einrichtung praxisnahe Methoden, um ihre Arbeitszeit effektiver zu nutzen – mit besonderem Blick auf Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Zu Beginn wurde klar: Zeitmanagement heute ist anders als noch vor zehn Jahren. Methoden wie das Eisenhower-Prinzip, die ABC-Analyse oder die 80/20-Regel wurden vorgestellt, ausprobiert und auf den digitalen Kontext übertragen – von ständiger Erreichbarkeit bis hin zu persönlichen „Zeitfressern“.

Digitale Werkzeuge wie Trello, Pomodoro-Timer oder Todoist sowie Strategien wie Time-Blocking und digitale Detox-Phasen wurden erprobt. Auch der bewusste Umgang mit Outlook-Funktionen trug dazu bei, den Arbeitsalltag stressärmer zu gestalten. Pausen, Atemübungen und ungestörte „Stille Stunden“ zeigten, wie wichtig Erholung für produktives Arbeiten ist. Mit dem „Antreibertest“ reflektierten die Teilnehmenden, wie hohe Ansprüche an sich selbst reduziert werden können – für einen gesunden Umgang mit Perfektionismus und digitalen Chancen im Alltag.

Wichtige Erkenntnisse aus dem Tag waren:

● Bewusster Umgang mit digitalen Tools
● Priorisierung von Aufgaben im digitalen Kontext
● Eigene „digitale Grenzen“ setzen
● Balance zwischen synchroner und asynchroner Kommunikation

2. SCHLAGLICHT: KI IN DER BILDUNGSARBEIT – NEUE MÖGLICHKEITEN ENTDECKEN

In der Beratung der Einrichtung wurden alltagstaugliche Wege aufgezeigt, wie Künstliche Intelligenz die Arbeit in der Familienbildungsstätte bereichern kann. Im Fokus standen Ideen, wie sich administrative Aufgaben mit KI schneller erledigen lassen – damit mehr Zeit für das Wesentliche bleibt. Auch für die Kurskonzeption bietet KI wertvolle Unterstützung: von der Inspiration für neue Themen bis zur Strukturierung von Lerninhalten. Pädagogische Fachkräfte behalten dabei stets die Regie, während KI als kreativer Begleiter dient.

Darüber hinaus wurden pädagogische Einsatzmöglichkeiten vorgestellt, etwa KI-gestützte Lernmaterialien oder interaktive Übungen, die Teilnehmende individuell unterstützen können.

Ziel der Beratung war es, Prozesse zu vereinfachen und digitale Impulse für die Bildungsarbeit zu setzen. Die Einrichtung freut sich nun darauf, erste konkrete KI-Anwendungen praktisch auszuprobieren.

3. SCHLAGLICHT: LEITLINIEN FÜR DEN KI-EINSATZ – GEMEIN SAM SICHER UND SINNVOLL ARBEITEN

Eine Familienbildungsstätte hat sich auf den Weg gemacht, klare und praxistaugliche Leitlinien für den Umgang mit generativer KI zu entwickeln. Ziel war es, Orientierung zu schaffen – für eine verantwortungsvolle Nutzung, verlässliche Qualitätssicherung und transparente Kommunikation. Der Prozess mit dem Berater verlief digital, kollaborativ und iterativ. Ein AI-Maturity-Check bot zunächst einen strukturierten Blick auf den aktuellen Stand. Eine kurze Team-Umfrage ergänzte diesen durch konkrete Bedarfe, Wünsche und 
Hinweise auf mögliche Risiken. In einer übersichtlichen Tool- und Workflow-Demo wurde gezeigt, wie KI von der Recherche bis zum final geprüften Text sinnvoll unterstützen kann. Anschließend entstand in gemeinsamer Arbeit die Leitlinie: mit klaren Nutzungsszenarien, Faktencheck- und Vieraugenprinzip, Regeln zur Kennzeichnung sowie Vorgaben zu Daten, Speicherorten und Löschfristen.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen:
● Ein verabschiedeter Leitlinien-Entwurf, inklusive Kennzeichnungstext und kurzem Incident-Baustein
● Ein dokumentiertes AI-Maturity-Assessment mit Entwicklungsfeldern
● Ein Beispiel-Workflow für KI-gestützte Texte –  transparent und qualitätsorientiert
● Eine ausgewertete Mitarbeitenden-Umfrage zur Priorisierung von Schulungs- und Toolbedarfen
● Ein klarer Implementierungsplan mit Verantwortlichkeiten, interner Kommunikation und Termin für den ersten Review

Damit konnte durch den Support der Grundstein gelegt werden, KI kompetent, sicher und gemeinschaftlich in der Bildungsarbeit einzusetzen.